Nextcloud auf QNAP NAS installieren

Nextcloud lässt sich sehr einfach mit Docker auf einem QNAP NAS installieren. In diesem Tutorial zeige ich dir, wie das geht.

Hardware

In meinem Fall handelt es sich um ein TS-233. Es sollte aber auch mit den meisten anderen QNAP NAS funktionieren. Es muss nur Container Station darauf laufen. Hier findest du die Systemanforderungen dafür: https://www.qnap.com/de-de/software/container-station

Installation von Container Station

Container Station ist die Docker-Umgebung von QNAP, in der wir später Nextcloud installieren werden. Diese kann einfach im App-Center installiert werden:

Container Station in AppCenter

Beim ersten Start wird gefragt, wohin die Docker-Dateien gespeichert werden sollen. Ansonsten ist keine weitere Konfiguration mehr möglich.

Erstellen der Ordner

In der File Station müssen zwei weitere Ordner erstellt werden. Einen für die Konfigurationsdateien von Nextcloud und den anderen für die Nextcloud-Daten, also die Dateien, die der Nutzer später hochlädt.

Erstellen des Docker Containers

In der Container-Station wählen wir „Container“->“Erstellen“. Dort wählen wir den erweiterten Modus und als Image lscr.io/linuxserver/nextcloud:latest.

Nextcloud Container auf QNAP NAS erstellen

Als WebURL-Port wähle ich 8443. Ebenso für den Port 443 im Container. Für den Container-Port 80 wähle ich 1080.

Netzwerkkonfiguration von Nextcloud Container auf QNAP NAS

Anschließend wählen wir „Erweiterte Einstellungen“.

Dort müssen wir 2 Volumes („Mount-Host-Pfad“) anlegen. Eines für die Config-Dateien (/config im Container) und eines für die Daten (/data im Container).

Speicherkonfiguration

Das wars auch schon. Der Container kann jetzt erstellt werden. Das Webinterface von Nextcloud ist jetzt unter https://IP_DEINES_NAS:8443 erreichbar. Hier muss man nur noch das Admin-Konto anlegen.

6 Kommentare

  1. wie passieren nc updates?

  2. das ging ja easy, vielen Dank.
    Was stelle ich bei der Datenbank ein, einfach SQLite ? Wird ja scheinbar nicht empfohlen.
    Aber wie binde ich eine andere ein ?
    Wie hast Du das gelöst ? Würdest Du dafür auch noch ein Tutorial machen bitte ?

    Danke 🙂

    • Für die Datenbank stelle ich einfach SQLite ein. Das wird deswegen nicht empfohlen, weil es, besonders bei größeren Installationen, nicht besonders performant ist. Für den Einstieg sollte es aber trotzdem reichen. Ich habe es zwar selbst nicht ausprobiert, aber ich würde behaupten, dass es für den Privatgebrauch mit 1–2 Nutzern auch gut ausreichen wird. Bei größeren Firmen ist das dann natürlich was ganz anderes. Ich habe jedenfalls SQLite verwendet.

      Wenn du etwas anderes verwenden möchtest, müsstest du z. B. MariaDB in einem separaten Docker-Container installieren, dort eine Datenbank und einen Benutzer anlegen und die interne IP des Docker-Containers bei der Installation von Nextcloud angeben: https://hub.docker.com/_/mariadb

  3. Was muss ich in der NAS und in der Portweiterleitung meiner Fritzbox einstellen, um auch von extern via HTTPS auf das NextCloud Webinterface zugreifen möchte?

    Im Vorraus herzlichen Dank!!!

    • Wenn du die Nextcloud nur für dich alleine nutzt, wäre es am einfachsten, ein VPN einzurichten.
      Ansonsten nimmst du für das SSL-Zertifikat am besten einen Reverse Proxy wie Traefik: https://doc.traefik.io/traefik/ und richtest da dann mit Let’s Encrypt ein Zertifikat ein. Dieser lässt sich auch in Docker installieren. Am Router musst du dann nach außen Port 80 und 443 und intern die Ports freigeben, die du Traefik gegeben hast.
      Selbst ausprobiert habe ich das aber noch nicht und es scheint auch nicht ganz so trivial zu sein. Berichte hier gerne, ob es bei dir geklappt hat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert